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Inklusion, Neufert

Inklusion ist ein weitgefächerter Begriff. Zum einen wird er mit der gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderung in Verbindung gebracht, insbesondere der Eingliederung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen in den allgemeinen Unterricht. Zum anderen wird er auf die soziokulturelle und politische Integration von Migrantinnen und Migranten bezogen. Der Philosoph Arnulf Müller kritisiert den Begriff demnach als „übersättigt“ und bemängelt eine Abschwächung durch zu häufigen Gebrauch. Laut §2 des Neunten Sozialgesetzbuchs lässt sich Behinderung über die „Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft“ definieren. Auch wenn der Text auf Menschen mit körperlicher oder psychischer Behinderung ausgelegt ist, können nach dieser Definition weitere Gesellschaftsgruppen, wie z.B. sozial Ausgegrenzte als beeinträchtigt gelten: Um an der heutigen Gesellschaft teilzuhaben ist viel Durchsetzungsvermögen, sowie physische und psychische Gesundheit erforderlich. Da dies aber nicht jedem Menschen gegeben ist, gibt es heutzutage immer noch Gruppen und Individuen, die zwar nicht rechtlich ausgeschlossen werden, in der Realität aber trotzdem nicht teilhaben bzw. -nehmen können. [weiterlesen]

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