Alle Artikel mit dem Schlagwort “Institut IDAS

Material, vital

Hortitecture ist aus lateinisch hortus (Garten) und architecture abgeleitet. Diesen Begriff möchte ich einführen, um damit die Suche nach synergetischen Effekten zwischen Architektur und Pflanzen zu bezeichnen: Projekte, die das Potential vitaler Pflanzen für die Architektur ausloten, nämlich zugleich Material und Agent von Architektur zu sein. Hortitecture grenzt sich damit ab sowohl von der Verwendung von Pflanzen als totes, verarbeitetes Material, von der bloßen Applikation von Pflanzen als Mimikri von Natürlichkeit als auch von der biomorphen Simulation von bei Pflanzen beobachteten Effekten in der Herstellung synthetischer Stoffe und Konstruktionen. [weiterlesen]

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Flur, Schule

Die aktuellen Entwicklungen im Schulbau zeichnen ein ganz neues Bild des klassischen Schulflurs. Ursprünglich als reine Erschließungsachse geplant, von der aus alle Klassenzimmer abgehen, gilt der Schulflur heute als Feindbild architektonischer Kreativität und Symbol einer nicht mehr gewollten, hierarchischen Ordnung von Raum und Lehre. Als prägende Raumstruktur des Erfahrungsorts Schule scheint er alle negativen Erinnerungen an die eigene Schulzeit in sich zu vereinen. Wie sehr müssen auch Architektinnen und Architekten in den Gängen ihrer Schulzeit gelitten haben? Wie viel mehr aber bedeutete dieser Schulflur bereits damals für die Schule und ihre Nutzerinnen und Nutzer? [weiterlesen]

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