Alle Artikel mit dem Schlagwort “Entwurf

Material, displaced

Wenn in Dubai ein Hochhaus aus dem Wüstensand wächst, wird eine Malediven-Insel kleiner. Und zwar nicht erst durch den Anstieg des Meeresspiegels infolge der allgemeinen Aufheizung der Atmosphäre: Der hier vorkommende Sand hat die perfekten Eigenschaften für die Herstellung von Beton. Würde man das Hochhaus auf den Malediven bauen, würde die Insel trotzdem kleiner, wenn wiederum auch deutlich >0 m.ü.NN. [weiterlesen]

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Lehm, Image

Derzeit entstehen erstaunliche Materialien, die Möglichkeiten scheinen grenzenlos: „Intelligente“ Werkstoffe, deren chemische Struktur je nach Bedarf verändert und angepasst wird. Wir haben erkannt, dass die Baubranche einen erheblichen Anteil der globalen CO2-Emission verursacht und suchen nach nachhaltigen Lösungen durch technologischen Fortschritt. Dabei entstehen Gläser, die auf Knopfdruck von transparent auf matt schalten, Stähle, die sich selbst reparieren und Kunststoffe, die sich nach der Sonne ausrichten. In diese Reihe will der Lehm, ein Material, dessen Eigenschaften das Resultat seiner zwar variablen, aber in der Natur schon so vorkommenden Zusammensetzung ist, so gar nicht passen. Lehm ist derart lowtech, und nicht nur eines der ältesten Baumaterialien, sondern schon in der Bibel der Formstoff des Ur-Designers, dass ihm ein sehr konträres Image anhaftet: nämlich einerseits überholt und unzeitgemäß zu sein und andererseits gerade seiner Archaik wegen geschätzt zu werden. [weiterlesen]

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Flur, Schule

Die aktuellen Entwicklungen im Schulbau zeichnen ein ganz neues Bild des klassischen Schulflurs. Ursprünglich als reine Erschließungsachse geplant, von der aus alle Klassenzimmer abgehen, gilt der Schulflur heute als Feindbild architektonischer Kreativität und Symbol einer nicht mehr gewollten, hierarchischen Ordnung von Raum und Lehre. Als prägende Raumstruktur des Erfahrungsorts Schule scheint er alle negativen Erinnerungen an die eigene Schulzeit in sich zu vereinen. Wie sehr müssen auch Architektinnen und Architekten in den Gängen ihrer Schulzeit gelitten haben? Wie viel mehr aber bedeutete dieser Schulflur bereits damals für die Schule und ihre Nutzerinnen und Nutzer? [weiterlesen]

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